Bangladeschkreis - Über den eigenen Kirchturm hinaus

Partnerschaft mit Bangladesch
Über den eigenen Kirchturm hinaus...

Seit über 20 Jahren ist die Kirchengemeinde Heilig Kreuz ein wichtiger Partner der Organisation NETZ e.V.

Feste Bestandteile dieser Partnerschaft sind regelmäßige Besuche von haupt- und Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen von NETZ e.V. und Gästen aus Bangladesch, die aus den Projekten vor Ort und der Arbeit in Deutschland berichten.

Seit 1995 unterstützte unsere Kirchengemeinde außerdem folgende Projekte:

  • „Küchengärten“ (Unterstützung der Selbstversorgung, Beseitigung von Mangelernährung)
  • Bildung und Berufsausbildung junger Menschen
  • Spezielle Förderung und Unterstützung von Frauen (Gesundheitsvorsorge, Ernährung, Hygiene, Familienplanung)
  • Kindergesundheitsvorsorge (Schutz vor Durchfall, Malaria)
  • Fluthilfe
  • Förderung von Mädchen (u. a. zur Problematik zu früher Heirat und Schulabbruch)
  • Grundschulprojekte in ländlichen

                  Jede und jeder ist dazu eingeladen sich
         im Bangladesch-Arbeitskreis unserer Kirchengemeinde zu engagieren.

Mit Unterstützung weiterer Mitglieder der Kirchengemeinde unterstützt  der Arbeitskreis die jährliche Sternsingeraktion. 
Mit den Spendeneinnahmen unterstützen wir als Kirchengemeinde Grundschulbildung in Bangladesch – u.a. an der Matia Das Anadalok Schule Naodabos, Rangpur. 

Der Begriff "Anandalok" bedeutet "Welt der Freude".  2008 ist die Matia. Das Anandalok auf einem Stück Land, das von der Dorfgemeinschaft gespendet wurde, erbaut  worden. Die Schule liegt in einem sehr entlegenen Gebiet Bangladeschs, in dem ein Mangel an staatlichen Bildungseinrichtungen besteht. Jedes Kind besucht die Schule für insgesamt 6 Jahre, inklusive ein Jahr Vorschulunterricht. Eine Lehrkraft ist für 30 Schulkinder pro Klasse verantwortlich. Die Kinder werden unterrichtet in Bengali, Englisch, Mathematik, Wissenschaft, Umweltstudien und Religion.
Um qualitativ hochwertige Bildung sicherzustellen, nehmen die Lehrerinnen und Lehrer regelmäßig an Fortbildungen zu ganzheitlichen, kinderzentrierten Lehrmethoden sowie zum Thema Inklusion von Kindern mit speziellen Bedürfnissen teil.  

Die Lehrkräfte befinden sich in einem kontinuierlichen Dialog mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler, insbesondere wenn die Gefahr eines frühzeitigen Schulabbruchs besteht. Mit lokalen Bildungsbehörden und Bildungsinstitutionen findet ein regelmäßiger Austausch über die Bildungssituation in der Gemeinde und die Qualität der Grundschulbildung statt.

Jedes Jahr werden 30 neue Schulkinder aufgenommen. Über 180 Kinder besuchen die Matia Das Anandalok Schule. Jedes Jahr werden außerdem  zwei Gesundheitscamps organisiert. Hier bieten Ärzte eine medizinische Grundversorgung, inklusive Impfungen und Entwurmungen für alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Geschwister an.

Während "Monga", der saisonalen Einkommenskrise im Oktober und November erhalten die Schulkinder ausgewogene Mahlzeiten, um ihre Gesundheit und Konzentration aufrecht zu erhalten.

Verschiedene außerschulische Aktivitäten wie beispielsweise Projekttage sowie Sport- und Kulturveranstaltungen werden zur Förderung der Kreativität organisiert. Die Matia das Anandalok Schule besitzt zudem eine kleine Bibliothek.

Das Gebäude ist mit einer Rampe für Kinder mit körperlichen Einschränkungen, drei Klassenzimmern, einem Lehrerzimmer mit einer angeschlossenen Bibliothek und drei Toilettenräumen ausgestattet. Jedes Klassenzimmer ist 30 Quadratmeter groß und verfügt über ausreichend natürliches Licht. Ein Raum ist speziell für die Bedürfnisse der Vorschule eingerichtet.

Alle Schulklassen sind mit Unterrichtsmaterialien ausgestattet. Diese werden mit selbst entwickelten Materialien ergänzt, wie zum Beispiel Samen oder Jutestöcke für den Mathematikunterricht oder einfache Spielsachen aus Kokosnussblättern und anderen natürlichen Materialien. Im Schulhof versammeln sich alle Schülerinnen und Schüler vor Schulbeginn und spielen während der Pause. Das Schulgelände wird durch einen kleinen Garten voll mit Blumen und Pflanzen verschönert.

Pandemiebedingt waren bis Ende 2021 alle Schulen in Bangladesch geschlossen. Die Lehrkräfte haben aber in dieser Zeit die Schüler in ihren Häusern besucht und so den Kontakt aufrecht erhalten. Näheres können Sie auf der Homepage von NETZ lesen:

bangladesch.org